Lisa Janko – Freiwurf-Champion 2010

Erstmals haben 2010 auch beide Bundesliga-Teams, die Rhein-Main-Damen und die ProB-Giraffen ebenfalls am BTI-Freiwurf-Wettbewerb teilgenommen. Da gab es dann Freiwurfserien von mehr als 80 Treffern – hintereinander und ohne Fehlwurf.

Svenja Greunke (Rhein-Main-Damen) schoß den Vogel ab – mit 81 Treffern, gefolgt von Mara Greunke (73), Nelli Dietrich (63). Bei den Herren war Marco Völler nervenstark (66 Treffer), gefolgt von Patrick Heckmann (51).

Aber die BTI-ler, die (noch) nicht in diesen beiden Bundesliga-Teams spielen, hatten auch keine schlechten Serien. Siegerin 2010 wurde Lisa Janko, Jahrgang 96, mit 30 Treffern, gefolgt von Julian Wolf (28), Anna Schlaefcke (27), Anna-Lena Growe (26) und Djordje Ignjatovic (25).

An alle BTI-ler: Gebt Eure Halbjahreszeugnisse ab !

An allen Türen der Georg-Sehring-Halle hängen kleine Erinnerungs-Zettel: „Bitte gebt Eure Halbjahres-Zeugnisse bei Ulrike ab !“

Im Rahmen der pädagogischen Betreuung ist das der Zeitpunkt, zu dem entsschieden wird, welche der rund 50 BTI-ler sich im 2. Halbjahr verstärkt um ihre Schulnoten zu kümmern haben, welche Nachhilfe zu organisieren sind. Denn eines gilt für alle: Sitzen bleiben darf kein BTI-Schüler und keine BTI-Schülerin !

Also denkt alle dran: Zeugnisse abgeben !!!

Zahlreiche BTI-ler in den DBB-Kaderlisten 2011

Ehemalige und aktuelle BTI-ler, die also im BTI LangenRheinMain gefördert wurden oder werden, zieren die in diesen Tagen veröffentlichten Kaderlisten des Deutschen Basketball Bundes (DBB).

An vorderster Stelle ist dabei Robin Benzing zu nennen, der es bisher als einziger der jungen Talente des Jahrgangs 89 in den A.Kader geschafft hat. Er hat bereits mit den DBB-Herren an der EM 2009 und an der WM 2010 teilgenommen. Und er möchte sich mit der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2011 für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren. Robin Benzing, der vom SSC Bergstraße kam, wurde im BTI in Langen von 2002 bis 2009 gefördert.

Im A2-Kader der Herren taucht mit Nikita Khartchenkov ein Ex-BTI-ler auf, der von 2002 bis 2006 immerhin vier Jahre in Langen gefördert wurde. Er spielt aktuell beim USC Freiburg in der ProA.

Gäbe es einen A2-Kader bei den Damen, würden dort Svenja Greunke, Anna-Lisa Rexroth und Stephanie Wagner geführt werden. Die drei Talente aus dem TV Langen bzw. TV Hofheim haben bereits an ersten Lehrgängen der Damen-Nationalmannschaft teilgenommen und stehen auf dem Sprung in den A-Kader. Bundestrainer Wernthaler wird ihre weitere Entwicklung in der 1. Bundesliga beobachten.

Im B-Kader der Damen stehen mit Sarah Frankenberger eine ehemalige und mit Mara Greunke eine aktuelle BTI-Spielerin. Sarah Frankenberger studiert und spielt aktuell in der University New Hampshire/USA, Mara Greunke (im BTI Langen seit 2003) spielt immer noch beim TV Langen und mit Doppellizenz in der 2. Bundesliga bei Bender Baskets Grünberg.

Dem B-Kader der Herren gehört Patrick Heckmann an. Der beim ASC Mainz groß gewordene 92-er wird im BTI seit 2009 gefördert, spielt aktuell beim TV Langen (ProB) und bei der SG Rheinhessen (NBBL).

Im weiblichen C-Kader stehen mit Kristin Annawald und Pia Dietrich zwei aktuelle und mit Aline Stiller eine ehemalige BTI-lerin. Kristin Annawald wuchs in Spanien auf und kam vom UTG Almozara/ Zaragoza 2009 zum TV Langen und ins BTI. Pia Dietrich, immer TV Langen und BTI seit 2005, gehört aktuell gemeinsam mit Kristin Annawald zum Kader der Erstligamannschaft der Rhein-Main Baskets. Beide spielen im Regionalligateam des TV Langen. Aline Stiller, bis 2010 bei der SG Weiterstadt groß geworden, wechselte im Sommer 2010 nach Grünberg. Im BTI Langen wurde sie von 2007 bis 2010 gefördert.

Dem weiblichen D/C-Kader gehört Lisa Janko (Jahrgang 96) an. Sie begann bei SG Weiterstadt mit dem Basketball, spielt aktuell im TV Langen sowie bei den Rhein-Main Baskets. Im BTI wird sie seit 2008 gefördert.

5.2.2011

Der „Basketball-Ribéry“ will in die NBA Robin Benzing gilt als große Basketball-Hoffnung

ZDF Sport berichtet über Robin Benzing. Ein Artikel von Marcel Friederich
Wenn sich die Basketball-Elite am Samstag zum Allstar-Game in Trier versammelt, steht ein junger Ulmer ganz besonders im Fokus: Robin Benzing, der beste deutsche Scorer der Bundesliga. Doch die NBA-Träume von ihm und anderen könnten für das Nationalteam problematisch werden.

Ohne Zweifel: Eine solche Fülle an hochtalentierten Basketballern hat es hierzulande selten gegeben. Die Rede ist nicht von Dirk Nowitzki (33 Jahre) und Chris Kaman (28), sondern von Tibor Pleiß, Elias Harris und Robin Benzing (alle 21). Viele Experten glauben, dass diese drei schon sehr bald den Sprung in die NBA schaffen können. „Diese Jungs haben großes Potenzial und sind ausnahmslos tolle Kerle. Das macht einen schon stolz“, sagt Bundestrainer Dirk Bauermann im Gespräch mit sport.zdf.de.
Zitat
„Diese Jungs haben großes Potenzial und sind ausnahmslos tolle Kerle. “
Dirk Bauermann
Spaß und Freiheit entscheidend
Während Harris in Gonzaga/USA ein Star auf dem College ist, steht Pleiß mit den Brose Baskets Bamberg an der Tabellenspitze in Deutschland. Dagegen spielt Benzing „nur“ bei ratiopharm Ulm – ein mittelmäßiges Team, das in der Liga momentan auf Platz zwölf feststeckt. Die Play-offs sind nur schwer zu erreichen. Auch die mediale Aufmerksamkeit ist gering. Daher stellt sich die Frage: Hat sich Benzing vor anderthalb Jahren für den falschen Verein entschieden?

„Das würde ich überhaupt nicht sagen“, erwidert Bauermann. „Es würde Robin doch gar nichts bringen, wenn er bei einem Topteam auf der Bank sitzt. Viel wichtiger ist es, dass er in Ulm alle Freiheiten genießt. Das ist entscheidend für seine Entwicklung“, sagt Bauermann und ergänzt: „Robin braucht Spaß und Freiheit. Daher ist er für mich der Ribéry des Basketballs.“

„Multidimensionaler Scorer“
Auch Benzing selbst bestätigt, „dass Ulm für mich das perfekte Umfeld bietet“. In jeder Partie darf der 2,09 Meter lange Flügelspieler mehr als 30 Minuten auf dem Spielfeld stehen. In dieser Zeit gelingen ihm 15,3 Punkte, so dass er mit klarem Abstand bester deutscher Scorer der Liga ist.
„Trotz seiner außergewöhnlichen Körpergröße ist Robin sehr, sehr schnell auf den Beinen. Das macht ihn als Flügelspieler so besonders“, sagt der Bundestrainer und spricht von einem „multidimensionalen Scorer“. Dies bedeutet: „Entweder wirft er über seinen Gegenspieler drüber“, so Bauermann, „oder, wenn dies nicht gelingt, kann er mit einem schnellen Antritt einfach an seinem Gegner vorbeiziehen“.
Zitat
„Natürlich ist die NBA mein Traum. Doch momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf Ulm.“
Robin Benzing
NBA-Draft wohl im Sommer
Bereits im vergangenen Jahr hatte Benzing auf der Draft-Liste der NBA gestanden. Zwar hatte er sich kurzfristig wieder streichen lassen, weil ihm (noch) kein NBA-Team eine Draft-Garantie geben wollte – im Gegensatz zu Tibor Pleiß, dessen Rechte nun bei den Oklahoma Thunder liegen. Doch mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit wird es Benzing in diesem Sommer wieder versuchen. Beileibe nicht mit schlechten Chancen.

„Natürlich ist die NBA weiterhin mein Traum. Doch momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf Ulm“, bekräftigt der 21-Jährige, der bereits 27 Länderspiele bestritten hat. Auch bei der kommenden EM in Litauen (3. bis 18. September) soll die große Nachwuchs-Hoffnung mithelfen, dass sich Deutschland für Olympia 2012 qualifiziert. Doch hierbei sieht der Bundestrainer einige Probleme auf sich zukommen.

Olympia in Gefahr?
„Um diese so wichtige EM mache ich mir schon Sorgen“, sagt Bauermann. „Natürlich ist es eine sehr schöne Sache, dass weitere Deutsche bald in der NBA spielen könnten. Doch wenn das in diesem Sommer passiert, habe ich die Befürchtung, dass die Nationalmannschaft im September ein bisschen hinterher tröpfelt. Zumal die Jungs noch bei diversen NBA-Summer-Camps vorspielen müssten. Das ist für uns gefährlich“, warnt Bauermann, „denn es geht ja um Olympia!“

Am Ende ist wohl entscheidend, wie Benzing und Co. der heikle Spagat zwischen EM und NBA-Draft gelingen wird. Doch ganz egal, was passiert: Der deutsche Basketball steht vor einer viel versprechenden Zukunft. Denn eine solche Fülle an hochtalentierten Spielern hat es hierzulande selten gegeben.
21.1.11