Der „Basketball-Ribéry“ will in die NBA Robin Benzing gilt als große Basketball-Hoffnung

ZDF Sport berichtet über Robin Benzing. Ein Artikel von Marcel Friederich
Wenn sich die Basketball-Elite am Samstag zum Allstar-Game in Trier versammelt, steht ein junger Ulmer ganz besonders im Fokus: Robin Benzing, der beste deutsche Scorer der Bundesliga. Doch die NBA-Träume von ihm und anderen könnten für das Nationalteam problematisch werden.

Ohne Zweifel: Eine solche Fülle an hochtalentierten Basketballern hat es hierzulande selten gegeben. Die Rede ist nicht von Dirk Nowitzki (33 Jahre) und Chris Kaman (28), sondern von Tibor Pleiß, Elias Harris und Robin Benzing (alle 21). Viele Experten glauben, dass diese drei schon sehr bald den Sprung in die NBA schaffen können. „Diese Jungs haben großes Potenzial und sind ausnahmslos tolle Kerle. Das macht einen schon stolz“, sagt Bundestrainer Dirk Bauermann im Gespräch mit sport.zdf.de.
Zitat
„Diese Jungs haben großes Potenzial und sind ausnahmslos tolle Kerle. “
Dirk Bauermann
Spaß und Freiheit entscheidend
Während Harris in Gonzaga/USA ein Star auf dem College ist, steht Pleiß mit den Brose Baskets Bamberg an der Tabellenspitze in Deutschland. Dagegen spielt Benzing „nur“ bei ratiopharm Ulm – ein mittelmäßiges Team, das in der Liga momentan auf Platz zwölf feststeckt. Die Play-offs sind nur schwer zu erreichen. Auch die mediale Aufmerksamkeit ist gering. Daher stellt sich die Frage: Hat sich Benzing vor anderthalb Jahren für den falschen Verein entschieden?

„Das würde ich überhaupt nicht sagen“, erwidert Bauermann. „Es würde Robin doch gar nichts bringen, wenn er bei einem Topteam auf der Bank sitzt. Viel wichtiger ist es, dass er in Ulm alle Freiheiten genießt. Das ist entscheidend für seine Entwicklung“, sagt Bauermann und ergänzt: „Robin braucht Spaß und Freiheit. Daher ist er für mich der Ribéry des Basketballs.“

„Multidimensionaler Scorer“
Auch Benzing selbst bestätigt, „dass Ulm für mich das perfekte Umfeld bietet“. In jeder Partie darf der 2,09 Meter lange Flügelspieler mehr als 30 Minuten auf dem Spielfeld stehen. In dieser Zeit gelingen ihm 15,3 Punkte, so dass er mit klarem Abstand bester deutscher Scorer der Liga ist.
„Trotz seiner außergewöhnlichen Körpergröße ist Robin sehr, sehr schnell auf den Beinen. Das macht ihn als Flügelspieler so besonders“, sagt der Bundestrainer und spricht von einem „multidimensionalen Scorer“. Dies bedeutet: „Entweder wirft er über seinen Gegenspieler drüber“, so Bauermann, „oder, wenn dies nicht gelingt, kann er mit einem schnellen Antritt einfach an seinem Gegner vorbeiziehen“.
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„Natürlich ist die NBA mein Traum. Doch momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf Ulm.“
Robin Benzing
NBA-Draft wohl im Sommer
Bereits im vergangenen Jahr hatte Benzing auf der Draft-Liste der NBA gestanden. Zwar hatte er sich kurzfristig wieder streichen lassen, weil ihm (noch) kein NBA-Team eine Draft-Garantie geben wollte – im Gegensatz zu Tibor Pleiß, dessen Rechte nun bei den Oklahoma Thunder liegen. Doch mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit wird es Benzing in diesem Sommer wieder versuchen. Beileibe nicht mit schlechten Chancen.

„Natürlich ist die NBA weiterhin mein Traum. Doch momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf Ulm“, bekräftigt der 21-Jährige, der bereits 27 Länderspiele bestritten hat. Auch bei der kommenden EM in Litauen (3. bis 18. September) soll die große Nachwuchs-Hoffnung mithelfen, dass sich Deutschland für Olympia 2012 qualifiziert. Doch hierbei sieht der Bundestrainer einige Probleme auf sich zukommen.

Olympia in Gefahr?
„Um diese so wichtige EM mache ich mir schon Sorgen“, sagt Bauermann. „Natürlich ist es eine sehr schöne Sache, dass weitere Deutsche bald in der NBA spielen könnten. Doch wenn das in diesem Sommer passiert, habe ich die Befürchtung, dass die Nationalmannschaft im September ein bisschen hinterher tröpfelt. Zumal die Jungs noch bei diversen NBA-Summer-Camps vorspielen müssten. Das ist für uns gefährlich“, warnt Bauermann, „denn es geht ja um Olympia!“

Am Ende ist wohl entscheidend, wie Benzing und Co. der heikle Spagat zwischen EM und NBA-Draft gelingen wird. Doch ganz egal, was passiert: Der deutsche Basketball steht vor einer viel versprechenden Zukunft. Denn eine solche Fülle an hochtalentierten Spielern hat es hierzulande selten gegeben.
21.1.11

Crossover Interview

Crossover, das online Basketball-Portal hat das Teilzeitinternat in Langen besucht und sich bei den Verantwortlichen Fabian Villmeter und Jochen Kühl nach den Ausbildungsmosaiksteinchen erkundigt, die sie Spielern und Spielerinnen wie Pascal Roller, Robin Benzing oder Steffi Wagner mit auf dem Weg gegeben haben. Martin Schenk von Crossover führte das Interview in 2 Teilen.

Hier ist Teil 1 vom 06.01.2011.Teil 2 wurde ein Wochen später veröffentlicht.

Frohes Neues Jahr !

Das BTI LangenRheinMain und sein Vorstand wünschen allen Mitgliedern, SchülerInnen, Eltern und  Freunden

alles Gute für das Neue Jahr 2011 !

54 BTI-ler trainieren an 5 Tagen der Woche

Basketball und Athletik-Training mindestens zweimal pro Woche stehen auf dem Trainingsplan der aktuell 54 BTI-Mädchen und –Jungen in Langen. Das individuelle Basketball-Training findet als Einzeltraining oder in Gruppen von zwei bis sechs SpielerInnen statt, jeweils 90 Minuten pro Tag. Dazu kommt für alle immer anschließend noch ein 45-minütiges Athletiktraining.

Der BTI-Trainingsplan hierfür ist ausgeklügelt und nutzt excellent die Freiräume an zwei Körben in der vereineseigenen Georg-Sehring-Halle des TV Langen. BTI-Sportleiter Fabian Villmeter erstellt dafür wöchentlich einen Trainingsplan, der auf die Schulzeiten und Team-Trainingszeiten der BTIler abgestimmt ist, die jeweils Vorrang haben.

So trainieren beispielsweise am Montag in sieben Gruppen 30 Mädchen und Jungen bei vier Basketball-Trainern und anschließend bei einem Athletik-Trainer. Und so zieht sich das Programm durch die ganze Woche bis zum Freitag. „Alle BTIler sollen immer in leistungshomogenen Klein-Gruppen trainieren,“ ist die Vorgabe aus dem BTI-Curriculum seit vielen Jahren und im athletischen Bereich stehen Koordination und Körper-Stabilisierung im Mittelpunkt. So kommen alle BTIler auf tägliches Training, mindestens zweimal pro Woche Athletiktraining.

Als Trainer arbeiten im BTI neben dem Sportleiter Fabian Villmeter (Bundesligatrainer mit A-Lizenz) weitere bestausgebildete Trainer, vor allem Anatoli Dobrushin, der seine Diplom-Trainerausbildung und viel Trainererfahrung in Russland erhielt, und Sportlehrer Dr. Steffen Brockmann, der mit dem Thema „Athletik-Training für Basketballer“ promoviert hat. Im Kraftraum dominieren Diplomsportlehrer und Physiotherapeut Andrei Leszay und Peter Blank, einst mehrfacher deutscher Meister und international vielfach erfolgreich als Speerwerfer.

Ergänzt wird das BTI-Programm durch Schulaufgabenbetreuung und durch den BTI-Fahrdienst. Die BTIler in Langen spielen aktuell in insgesamt 13 verschiedenen Vereinen Südhessens, teilweise auch mit Doppellizenzen. Dazu kommen in der BTI-Außenstelle Frankfurt-BCM noch einmal 18 Jungen aus Frankfurt, Hofheim und Kronberg, deren Training von Harald Stein (Bundestrainer, Deutsche Bank Skyliners e.V.) sowie Olaf Kannengießer (Eintracht Frankfurt) organisiert und geleitet wird.

Zwölf Spielerinnen und Spieler werden aktuell auf die Europa-Meisterschaften der Jugend im Sommer 2010 vorbereitet.